Für ein liberales Herrsching

Für ein liberales Herrsching
Selbstbestimmung. Bürgernähe. Schlanker Staat. 

Über uns

Wer seine Heimat liebt, macht sie besser.

Liebe Wählerinnen und Wähler,
ich bedanke mich für Ihr Vertrauen bei der letzten Wahl und freue mich, Ihnen auch diesmal wieder als Kandidat für den Gemeinderat zur Verfügung zu stehen.

Die FDP Fraktion steht für eine Politik der Selbstbestimmung, Bürgernähe und einen schlanken Staat.

Wir setzen uns für eine ideologiefreie Kommunalpolitik ein, die dafür sorgt, dass die Verwaltung im Interesse aller Bürger handelt statt zu gängeln und wir unnötige Ausgaben im Haushalt vermeiden. Wir waren mutig und haben unsere Stimme häufig gegen die Mehrheitsmeinung erhoben, damit diese Prinzipien gewahrt bleiben. Ich freue mich, wenn Sie uns bei dieser Wahl Ihre liberale Stimme geben.

Ihr Alexander Keim

Gemeinderat, Fraktionssprecher & Ortsvorsitzender

fdp_herrsching

Positionen

Wir identifizieren laufend Themen im Dialog mit unseren Bürgern, für die wir uns engagieren, u.a. folgende:

Bildung

Chancengleichheit in der Bildung ist der Schlüssel für eine bessere Integration. Daher sprechen wir uns für eine bessere pädagogische Betreuung aus. Klassengrößen müssen moderat gehalten werden. Für Klassen mit einem hohen Anteil von Schülern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, soll der Freistaat besonders geschultes Personal bereitstellen. Damit möchten wir sicherstellen, dass diese Schülerinnen und Schüler nicht abgehängt werden und dass sie genauso Bildungserfolge erzielen können. Denn das ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Die guten Erfahrungen aus anderen Ländern mit „Pre-Schools“, also verpflichtenden Vorschulen, nehmen wir zum Anlass, solche Vorschulen auch in Herrsching einzurichten, um Sprachbarrieren abzubauen und die Chancengleichheit zu stärken. Wir fördern auch ehrenamtliche Initiativen, die eine solche Betreuung ermöglichen. 

Durch die vermehrte Berufstätigkeit beider Elternteile benötigen Familien eine Nachmittagsbetreuung für ihre schulpflichtigen Kinder. Schon jetzt organisieren die Gemeinden durch Mittagsbetreuung und Horte eine hochwertige Betreuung für Grundschüler. Doch reichen die Plätze schon jetzt nicht aus. Wir Freie Demokraten fordern deshalb, dass in den Kommunen gebundene Ganztagesklassen für die Grundschule angeboten werden müssen. Die Kosten hierfür fallen auf den Freistaat. Der gebundene Ganztag hat den Vorteil einer besseren Förderung für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern oder mit Migrationshintergrund.

Rechtsstaat & Sicherheit

Wir setzen uns für ein Ende unnötiger Verbote und Kontrollen an der Seepromenade sowie eine Lockerung der Sperrstundenregelungen ein. Sowohl die Leinenpflicht für Hunde als auch das Alkoholverbot zwischen 22 und 7 Uhr sind weder notwendig noch ohne flächendeckende Kontrollen konsequent durchsetzbar. Der dazu eingesetzte Sicherheitsdienst fiel in der Vergangenheit immer wieder durch Respektlosigkeiten und pauschale Verdächtigungen auf und belastet nur unnötig den ohnehin strapazierten Haushalt. Die Atmosphäre am See wird durch ein geselliges Zusammensitzen inklusive passender Getränke in keiner Weise gestört, wohl aber durch diese Patrouillen, die Herrschings Bürger drangsalieren. Dasselbe gilt für die Sperrstundenregelungen im Ort. Wer in die Nähe einer bekannten Gastwirtschaft zieht, darf sich nicht wundern, wenn es dort abends auch mal etwas länger laut ist. Eine Sperrstunde ab 22 Uhr stellt eine unzumutbare Einschränkung für unsere Gastwirte und deren Gäste dar und verhindert eine dringend notwendige Belebung der Ortschaft. Es muss der ortsansässigen Gastronomie möglich sein, in der Sommersaison ihre Außenbereiche auch bis 24 Uhr nutzen zu können.  

Finanzpolitik

Die Gemeinde befindet sich in einer strukturellen Haushaltskrise. Die pro Kopf Verschuldung stieg im vergangenen Jahr um ca. 300% und die Gemeinde hat sich aufgrund von Gewerbesteuerrückzahlungen eine hauswirtschaftliche Sperre auferlegt. Durch weitere zu erwartende Rückzahlungen, eine steigende Kreisumlage (Tendenz Richtung 60%) und stark ansteigende Personalkosten wird der Haushalt auch in den nächsten Jahren zusätzlich belastet werden. Ein zukünftiger Gemeinderat muss diese Situation nicht nur bewältigen, sondern sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Seit 2020 hat die Gemeinde 5,8 Millionen Euro an Fördergeldern im Zusammenhang mit eigenen Investitionen in Anspruch genommen. Die Gemeinde muss stärker darauf achten, Investitionen nur da, wo sie notwendig sind zu tätigen und nicht allein aufgrund von verfügbaren Fördergeldern zu investieren, denn auch hier handelt es sich letztlich um Steuergelder. Die FDP Herrsching setzt sich daher für eine sparsame und verantwortungsvolle Haushaltsführung ein, durch die unsere Gemeindefinanzen zukunftssicher gemacht und wieder mehr freiwillige Leistungen möglich werden sollen.  

Bauen & Wohnen

Herrsching ist aus unserer Sicht ein hochattraktiver Tourismusstandort. Einheimischen wie Gästen fehlt jedoch ein erkennbares und verkehrsberuhigtes Ortszentrum. Außerdem gibt es keine echte Vision für Herrsching, sodass sich bei jedem Bauvorhaben neu die Frage stellt, wie und zum Wohle welcher Interessensgruppe frei werdende Fläche genutzt wird. Wir wollen aufhören mit Flickwerk und endlich ein stimmiges Konzept durchsetzen. Die Bauordnung sollte so angepasst werden, dass im Zentrum stärker verdichtet werden kann. 

Mobilität

Der Durchgangsverkehr an Mühlfelder Straße und Rieder Straße in Kombination mit dem Bahnübergang belastet unseren Ort. Wir setzen uns daher für eine Umgehungsstraße durch das Gewerbegebiet ein. Außerdem müssen wir der angespannten Parkplatzsituation vor allem an den Wochenenden proaktiv begegnen. Wir plädieren für die Errichtung großer Parkplatzanlagen an den Ortsrändern in Kombination mit Shuttle Services und (E-)Bike Stationen.

Die verkehrssicherheitliche Situation an der Realschule und nun auch am Gymnasium ist nicht hinnehmbar. Zuständigkeiten müssen dahingehend geklärt werden, dass einvernehmlich eine geordnete und sichere Straßenüberquerung für die Schüler gewährleistet wird.

Kultur

Kultur ist das Herz unserer Gesellschaft: Sie stärkt seelische Gesundheit, fördert geistige Entwicklung und ist gleichzeitig Regulativ für seelisches und Anhaltspunkt des bildlichen Begreifens der Welt.
Kulturschaffende leisten hier einen unverzichtbaren Beitrag, der in einer rein gewinnorientierten Welt oft zu wenig Raum bekommt. In Herrsching braucht es projektbezogen anmietbare Ateliers, geförderte Proberäume für Kunst, Theater und Musik um damit Herrsching als Tourismusort zu stärken. Ein Teil dieser Lösung kann ein Kultur- uns Bürgersaal sein als offenen Ort für alle.

Energie

Wir unterstützen Maßnahmen zur nachhaltigen, autarken Energieversorgung mit technischen Mitteln.

Was können wir dazu in Herrsching tun?

Das größte Potential vor Ort ist die GEOTHERMIE mit 10000t CO2  / Jahr.
(Zum Vergleich: eine mittelgroße Photovoltaik-Anlage spart 6 - 10t / Jahr)
Der Standort Herrsching ist geeignet, wie das Fachgutachten die kommunale Wärmeplanung beschreibt. Wir setzen uns für die Beteiligung der Herrschinger Bürger bei der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Gutachten ein. 

Gesundheit

Der demographische Wandel führt dazu, dass die Herausforderungen für Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen immer mehr zunehmen. Wir machen uns im Landkreis stark für ein Beratungszentrum, um die Familien schon bei der Organisation zu entlasten. Ein Zentrum für Tagespflege stellt sicher, dass die häusliche Pflege unterstützt wird. Die medizinische Nahversorgung muss auch nach umfassenden Änderungen im Gesundheitswesen sichergestellt sein.

Neuigkeiten

Neuigkeiten von der FDP Herrsching.

Heute stellt sich Euer Kandidat für Listenplatz 4-6 vor. Leon Stolberg @leon_stolberg Ich bin 27 Jahre alt, in Herrsching geboren, aufgewachsen und daheim. Ich möchte dazu beitragen, dass Herrsching auch in Zukunft der weltoffene, lebensfrohe Ort bleibt, den ich kenne und so schätze. Das aufgeheizte politische Klima, das sich auch bei uns im Ort immer mehr bemerkbar macht, bereitet mir große Sorgen. Daher möchte ich mich ganz persönlich um eine sachliche, lösungsorientierte Politik in unserem Rathaus bemühen. Als angehendem Fachinformatiker ist mir die Digitalisierung ein besonderes Anliegen. Ich bin überzeugt: Die meisten Behördengänge könnten heutzutage vollständig digital ablaufen und Gemeinderatssitzungen im Livestream wären ein Gewinn für die Bürgerbeteiligung in der Kommunalpolitik. Mit der FDP trete ich für eine Kraft an, die konstruktiv, kritisch und, wenn nötig auch unbequem ist.

Ab heute stellen sich unsere Kandidaten für den Gemeinderat vor. Wir beginnen mit Alexander Keim (Listenplatz 1-3), den Ihr auf IG auch unter @alex_herrsching findet. Ich bin 47 Jahre und von Beruf Unternehmensberater. Ich lebe mit meiner schwedischen Frau Elin und unseren zwei Töchtern seit 2015 in Herrsching. Geboren bin ich in München. Nach beruflichen Stationen in den USA, Frankfurt und Australien habe ich mir mit meiner Frau mit dem Umzug nach Herrsching einen Lebenstraum erfüllt: Leben in der Natur, See und Berge in greifbarer Nähe, alle Einrichtungen für den Bedarf einer jungen Familie und eine gute Anbindung an München für unsere beruflichen Aktivitäten. Nachholbedarf hat Herrsching aus meiner Sicht vor allem bei der Orts- und Verkehrsplanung, und der Ansiedlung von mittelständischen zukunftsfähigen Unternehmen, damit Angestellte und Gewerbetreibende immer länger werdende Pendelstrecken vermeiden können. Außerdem fehlen zeitgemäße barrierefreie Einrichtungen für das kulturelle Leben, den ÖPNV, ein Tagespflegezentrum und ein Konzept für sanften Tourismus. Bei der Energiewende habe ich mich von Beginn an dafür eingesetzt, dass wir mehr auf die Potenziale statt auf die Risiken von Geothermie schauen. In meiner ersten Amtszeit als Gemeinderat habe ich mich vor allem für die Belange von jungen Familien eingesetzt. Auf meine Initiative hin hat die Gemeinde einen fünfstelligen Betrag in die Spielplätze investiert. Außerdem bin ich dafür bekannt, nicht immer der Mehrheitsmeinung zu folgen und mich aktiv für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung einzusetzen. #füreinliberalesherrsching #beiunsgehtmehr #herrsching #gemeinderat #kommunalwahl2026

Meldungen

Artikel, Pressemitteilungen und Positionspapiere der FDP Herrsching.

Alexander Keim führt FDP-Liste an (Süddeutsche Zeitung)

Die Liberalen schicken in der Ammersee-Kommune neun Kandidaten für den Gemeinderat ins Rennen.

In Herrsching bewerben sich neun Personen bei der FDP für den Gemeinderat und sichern den Liberalen damit eine eigene Liste – was nicht in allen Landkreisgemeinden gelungen ist. Auf Platz eins wählten die Stimmberechtigten den amtierenden Gemeinderat Alexander Keim. Der Unternehmensberater führt auch den FDP-Ortsverband. Der zweite FDP-Gemeinderat, Johannes Puntsch, kandidiert nicht mehr. Damit endet im Mai eine politische Familienära. Sein Vater Eberhard Puntsch saß von von 1982 bis 1987 für die FDP im Landtag.

Inhaltlich setzen die Herrschinger Liberalen auf „Wachstum mit Augenmaß“. Sie werben für eine weitere Realschule im Westen, möchten privatwirtschaftliche Bauvorhaben erleichtern, neues Gewerbe ansiedeln und eine Umgehungsstraße durch das Gewerbegebiet realisieren. Weitere Themen sind eine Tagespflege, Geothermie und der Erhalt der Natur am Ammersee-Ostufer.

FDP schickt neun Kandidaten ins Rennen (Herrsching Online)

Jetzt sind die Wahllisten der Parteien fast komplett: Die FDP hat nun auch die Bewerberliste für den Gemeinderat zusammengestellt. 24 Namen stehen nicht auf dem Wahlvorschlag, die Partei will neun Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen schicken. Spitzenmann bleibt der FDP-Ortsvorsitzende Alexander Keim, auf dem zweiten Platz drängt schon die Jugend vor mit Leon Graf zu Stolberg-Stolberg, der Fachinformatiker in Ausbildung ist. In der Versammlung im Ammerseehotel war die Presse nicht eingeladen, dafür aber die Bürgermeister-Kandidatin von BGH und Grünen, Karin Casaretto. Die Partei hatte sich aber darauf verständigt, weder Casaretto noch den Amtsinhaber Schiller „gesondert zu unterstützen“. Die FDP hatte im alten Gemeinderat zwei Sitze: Fraktionssprecher Keim und Johannes Puntsch, der zur Wahl am 8. März nicht mehr antritt. Hier die Liste:

Alexander Keim, Unternehmensberater
Leon Graf zu Stolberg-Stolberg, Fachinformatiker in Ausbildung
Martin Piehler, Bildhauer
Sigrid Piehler, Heilpraktikerin für Psychotherapie
Oliver Rausch, Student
Ursel Wrede, Rentnerin
Leonhard Meuffels, Luftwaffenoffizier a.D.
Reinhard Lidl, Rentner
Martin Schumacher, Beigeordneter a.D.

FDP im Gemeinderat: „Wir waren unvorhersehbar“ (Herrsching Online)

FDP im Gemeinderat: „Wir waren unvorhersehbar“

Er gilt als bester Redner im Herrschinger Gemeinderat, er ist aber auch stolz darauf, dass die FDP „unvorhersehbar“ abstimmt: Alexander Keim, vor sechs Jahren noch das kommunale Wunderkind in Herrsching, hat sich die Hörner ein bisschen abgestoßen. Im herrsching.online-Interview zieht der Start-up-Unternehmer eine Bilanz der letzten sechs Jahre im Gemeinderat. Seine Thesen:

• Brandmauern zur AfD sind auf kommunaler Ebene Gift

• Partei-Spektrum der FDP reicht von sozialliberal, links-grün bis zu libertär ordoliberal

• Auf gar keinen Fall soll Herrsching Schulden machen

• Manches in Herrsching ist ein bisschen aus der Zeit gefallen

herrsching.online: Die FDP, sagte kürzlich ein Witzpold, müsste man unter Artenschutz stellen, weil sie eine bedrohte Art sei. Macht es noch Spaß, FDP-Mitglied zu sein?

Keim: Eine Mitgliedschaft ist ja langfristig. Ich bin damals in die FDP eingetreten, weil ich durch meinen Großvater geprägt war, der ein glühender Anhänger von Otto Graf Lambsdorff und Hans-Dietrich Genscher war. Es ist sekundär wichtig, wer gerade unser Parteivorsitzender und wie die aktuelle Lage der FDP ist. Ich kann hier vor Ort gestalten, und wir schaffen es immer noch, neue Mitglieder zu werben, die neue Themen und neue Denkweisen einbringen. Bei einer liberalen Partei kann übrigens jeder mitmachen. Unser Spektrum geht von sozialliberal, links-grün bis zu libertär ordoliberal.

hersching.online: Und was hält die FDP denn nun zusammen?

Keim: Toleranz, Dialogbereitschaft. Wir versuchen, über Brandmauern hinweg zu diskutieren. Was die herrschende Politik nicht schafft, das schaffen wir in der Partei. Ein Beispiel: Einige in der Partei waren entsetzt, dass ein Imam den Thomas-Dehler-Preis (FDP-Nahe Stiftung) bekommen hat, der den Gazakrieg mit dem Holocaust verglichen hat. Das gibt natürlich Stress in einer Partei, die immer solidarisch hinter Israel steht. Aber den muss man aushalten.

Waren die FDP-Räte Randfiguren?
herrsching.online: Die FDP kommt ja praktisch nicht mehr vor in den Nachrichten. Und im Gemeinderat ist die FDP nur mit zwei Räten vertreten. Habt Ihr die Diskussionen mitgeprägt, oder wart Ihr nur Randfiguren?

Keim: Johannes Puntsch und ich waren beim Thema Gymnasium völlig unterschiedlicher Meinungen. Wir waren schon deshalb nicht nur Randfiguren. Deshalb konnten wir als Bindeglied zwischen den anderen Fraktionen auftreten. Auf unsere Stimmen kam es öfter an….

herrsching.online: Ihr beide habt Eure Beine wie der Koloss von Rhodos weit gespreizt in andere Lager…

Keim: Ja, unsere Fraktion musste sich nicht einer anderen Fraktion anbiedern, wir waren relativ unvorhersehbar…

herrsching.online: …sprich unberechenbar…

Keim: und deshalb auch interessant.

herrsching.online: Mag das der Wähler? Wählt er eine Partei, von der man nicht weiß, wie sie abstimmt?

Keim: Die Meinungsvielfalt war ja nicht bei allen Themen. Beim Komplex Bezahlbarer Wohnraum am Mitterweg waren wir ja wieder komplett einer Meinung. Wir haben uns beide dagegen ausgesprochen.

herrsching.online: Sie waren ein glühender Verfechter des Projekts Gymnasium, Puntsch war dagegen. Warum?

Keim: Er war vor allem aus planerischen Gründen dagegen. Er hat gesehen, dass das Gymnasium an dem Bauplatz zu den berechneten Kosten nicht realisierbar ist. Das Landratsamt ist von 80 Millionen ausgegangen, Puntsch rechnete damals schon mit 120 Millionen. Und er sollte Recht behalten.

herrsching.online: Wenn die FDP in Herrsching eine Gestaltungsmehrheit besessen hätte, wie würde die Gemeinde heute aussehen?

Keim: (stöhnt). Herrsching würde schon so aussehen wie heute, aber wir hätten weniger Flickwerk gemacht und mehr in die Stadtplanung investiert. Wir hätten in einem Flächennutzungsplan gezeigt, wo man welche Art von Bebauung haben möchte: Wie soll der Gewerbepark aussehen, wie unsere Seepromenade, wie unser Ortszentrum? Ich glaube aber realistischerweise nicht, dass wir in den sechs Jahren große Projekte umgesetzt hätten.

Der Fischerhof auf dem Stumbaumgelände ist ein spannendes Projekt
herrsching.online: Herrsching verändert ja gerade sein Gesicht, manche sagen: dramatisch: Alte, geschichtsträchtige Häuser werden abgerissen, neue Wohnburgen, für die jeder Quadratmeter Baurecht ausgenutzt wird, prägen immer mehr das Stadtbild. Ist das in Ihrem Sinne?

Keim: Über Schönheit lässt sich bekanntlich streiten. Den geplanten Fischerhof auf dem Stumbaumgelände an der Promenade halte ich für ein sehr spannendes Projekt….

herrsching.online: Die Kritik von herrsching.online-Lesern war heftig und eindeutig…

Keim: …natürlich, viele Leute haben in dem althergebrachten Stadtbild ihre Heimat gefunden. Ich geh gern bei Mato eine Fischsemmel kaufen und leihe mir auch gern ein Boot. Aber ehrlich, ein bisschen aus der Zeit gefallen ist das schon. Man muss nicht alles mit Glas und Beton zupflastern, aber grundsätzlich gegen alles Neue zu sein ist halt auch schwierig. Herrsching hat nicht wie Dießen viele Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Ich bedaure natürlich auch, dass zum Beispiel Carlas Kaffeehaus abgerissen wurde. Aber wir haben ja erlebt, dass eine solche Institution nach Corona nicht mehr haltbar war.

herrsching.online: Die alte FDP-Doktrin, dass der Privatmann der bessere Bauherr ist, gilt immer noch?

Keim: Ja, aber man muss halt gestalterisch mehr eingreifen. Mit den Entscheidungen der Baubehörde im Landratsamt kann nicht jeder glücklich sein.

herrsching.online: Im Landratsamt gibt es jetzt offensichtlich die Devise: Bauen, bauen, bauen..

Keim: In einzelne Wohngebäude mische ich mich nicht ein. Da muss auch eine gewisse Freiheit für den Bauherrn bestehen. Aber mich hat zum Beispiel beim Entwurf für das vereinigte Krankenhaus Herrsching-Seefeld, das ja nun nicht realisiert wird, irritiert, dass die Architekten die ganze Fläche ausgenutzt und zubetoniert haben wollten. Es gab keinerlei Innenhof oder eine Art Park für die Patienten. Mir wurde dann gesagt, dass künftig ein Patient auch nach einer OP nicht länger als drei Tage im Krankenhaus bleiben wird. Deshalb bin ich froh, wenn solche Projekte nicht realisiert werden. Bei Kliniken können wir nicht alles unter dem Effizienz-Aspekt betrachten.

herrsching.online: Reden wir weiter vom Geld, aber diesmal vom Steuerzahlergeld im Rathaus: Ist die Lage so desaströs, dass man überall erzählen muss, man sei nicht einmal mehr kreditwürdig bei einer Pro-Kopf-Verschuldung von 709 Euro pro Einwohner?

Keim: Die Pro-Kopf-Verschuldung hat sich in den letzten Jahren erhöht, ohne dass ich dem Bürgermeister oder dem Gemeinderat die Schuld zuschieben möchte. Einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen wird wegen der stetig steigenden Kreisumlage immer schwieriger, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass man für 120 Millionen ein Gymnasium gebaut hat. Wir müssen auf jeden Fall bei den freiwilligen Leistungen sparen…

Gibt es keine Zuschüsse mehr für Vereine?
herrsching.online: …sprich, es gibt keine Zuschüsse mehr für die Vereine?

Keim:… so pauschal möchte ich das nicht sagen. Wir müssen aber intensiv darüber beraten, welche Vereine weniger oder gar nichts mehr bekommen. Ich erinnere an die Diskussion um das Vereinsheim des Herrschinger Segelclubs.

herrsching.online: Der Zuschuss wurde aber abgelehnt.

Keim: Ja. Am Schluss entscheidet der Gemeinderat und nicht der Bürgermeister allein, ob wir Mittel bewilligen oder nicht. Aber man kann ja mal provozieren und sich unter Aufsicht stellen lassen. Vielleicht muss man einfach mal laut genug schreien, dass von dem Sondervermögen des Bundes auch bei den Gemeinden etwas ankommt. Es wurden ja gerade 4,7 Mrd. Euro vom Freistaat in Aussicht gestellt. Das könnte der Gamechanger sein.

Es wäre falsch, wenn wir verkünden, dass wir uns nichts mehr leisten können
herrsching.online: Also maximal laut jammern?

Keim: Es wäre das falsche Signal, wenn wir jetzt verkünden, dass wir uns in den nächsten sechs Jahren nichts mehr leisten können.

herrsching.online: Eigentlich geht’s Herrsching ja noch ganz gut, der Anteil an der Einkommenssteuer ist stabil…

Keim: … aber der Rückgang der Gewerbesteuer macht mir schon Sorgen. Aber die hängt ja von der wirtschaftlichen Gesamtsituation ab, und die kann sich ja wieder positiv entwickeln.

herrsching.online: Hat Herrsching Gewerbesteuerzahler vergrault, macht die Gemeinde zu wenig, um neue Gewerbesteuerquellen zu erschließen? Zum Beispiel einem Geothermie-Unternehmen den roten Teppich auszurollen?

Keim: Was sicherlich schlecht gelaufen ist, ist der Asto-Park an der Gewerbestraße. Ein Grundstück haben wir schon aufgegeben, weil hier die AWA ihr neues Verwaltungsgebäude bauen wird. Die FDP hatte sich massiv dagegen ausgesprochen, weil die AWA kein Gewerbesteuerzahler ist. Für uns gehen immer Gewerbesteuerzahler vor öffentlich-rechtlichen Institutionen. Da hat die Gemeinde massiv was falsch gemacht.

Der Geothermie stehen wir positiv gegenüber
herrsching.online: Was ist mit der Geothermie?

Keim: Die Geothermie ist ein sehr langfristiges Projekt. Die Anfangsinvestitionen werden sicherlich nicht dazu führen, dass da gleich Gewerbesteuer fließt. Die zweite große Frage ist, wer das teure Wärmenetz betreibt. Wir stehen dem Projekt nach wie vor positiv gegenüber, weil Geothermie auch ein Standortfaktor werden kann für künftige Gewerbeansiedlungen. Denn allein für die Beheizung von Wohngebäuden wird sich dieses Projekt nur bedingt rechnen. Und dann muss man die Hausbesitzer locken oder zwingen, sich einen Anschluss legen zu lassen.

herrsching.online: In den letzten sechs Jahren war auch der Gemeinderat mitunter sehr spendabel. Man könnte freihändig zehn Posten aufzählen, bei denen sehr großzügig mit dem Steuerzahlergeld umgegangen wurde. Wo wurde Geld verschwendet?

Keim: (stöhnt) Wenn ich mir die Belegungszahlen für das Obdachlosenheim anschaue, bin ich mir nicht sicher, ob sich das gerechnet hat. Andererseits: So ein Heim nicht zu haben, ist auch schlecht.

Ausgaben für Kinder kritisiere ich nicht – Herrsching ist ein alternder Ort
herrsching.online: Es gibt Gemeinderäte, die beim Pausenhof der Christian-Morgenstern-Schule oder beim Spielplatz der neuen Kunterbunt-Kita von Verschwendung sprechen.

Keim: Da fragen Sie definitiv den Falschen: Ausgaben für Kinder und Schulen werde ich nicht kritisieren, weil Herrsching ein alternder Ort ist. Deshalb müssen wir alles tun, um für junge Familien attraktiv zu bleiben. Wir haben Luxusprojekte abgelehnt, zum Beispiel am Kindergarten Fendlbach eine Bobbycar-Rennbahn zu bauen. Wenn ich mir das Kinderhaus anschaue, dann erfüllt mich das Haus mit Stolz. Und ich bin noch nie in einem schöneren Gebäude gestanden als im neuen Gymnasium.

Bezahlbares Wohnen: Ein privater Bauträger wäre ausgestiegen
herrsching.online: Das gilt für die FDP nicht beim Bezahlbaren Wohnen am Mitterweg? Dabei gibt es doch satte Zuschüsse für die 26 Gemeindewohnungen.

Keim: Ja, aber letztlich sind das alles Steuergelder. Ich wiederhole mich da, was der Architekt sagte: Jeder private Bauträger wäre ausgestiegen, und wir ziehen es durch. Dann haben wir Wohnungen für 26 Familien, von denen wir nicht wissen, wie lange die eigentlich bedürftig sind.

herrsching.online: Aber der Bedarf ist ja vorhanden. Beispiel junge Polizistin im höheren Dienst. Sie sagte, dass sich ihre Familie Herrsching ohne ihr Gehalt nicht leisten könnte. Als sie wegen der Kinderbetreuung nicht arbeiten konnte, habe die Familie in dieser Zeit die ganzen Ersparnisse aufgebraucht.

Keim: Das ist kein singuläres Herrsching-Problem. Das erleben Familien auch in anderen Gemeinden.

herrsching.online: Und wie sieht das Rezept der FDP aus? Bauen, bauen, bauen?

Keim: Steuersenkungen. Und natürlich Bauen.

herrsching.online: Und wer soll weniger Steuern bezahlen?

Keim: Na, junge Familien. Und auch Unternehmen….

herrsching.online: … der Gemeinderat hat den Hebesatz für die Gewerbesteuer im letzten Jahr erhöht –von 300 auf 320 Prozent. Wie hatten Sie damals im Gemeinderat abgestimmt?

Keim: Das war eine marginale Hygienemaßnahme. Der Hebesatz wurde auf 320 Prozent erhöht. Die Hebesätze im Landkreis waren sehr unterschiedlich. Grundsätzlich bin ich gegen Steuererhöhungen wie zum Beispiel bei der Erhöhung der Grundsteuer, weil sie nicht einkommensneutral war. Da haben sich besonders die Landwirte beschwert. Wir können durch die Fraktionsstärke nur der Mahner an der Seitenlinie sein, am Schluss entscheidet die Mehrheit.

herrsching,online: Wenn unsere Wahrnehmung stimmt, dann hat man Sie am Beginn der Legislaturperiode eher bei den „Progressiven“ angetroffen, jetzt werden Sie eher in der konservativen Phalanx verortet. Sie sind sehr viel leiser geworden. Haben Sie sich in den letzten Jahren politisch gewandelt?

Keim: Progessiv ist für mich nicht Links-Grün. Ich habe mich von Anfang an für Themen eingesetzt, die junge Bürger interessieren, zum Beispiel für einen Gemeindezuschuss für Lastenräder. Ich wollte wirtschaftlich sinnvolle Projekte mit einem umweltfreundlichen Ansatz verknüpfen. Was mir aber immer mehr aufstößt, ist die Übergriffigkeit des Staates. Ich besetze manche Themen neu, weil sie zum Beispiel der radikalen Entbürokratisierung dienen können.

herrsching.online: Sie scheinen heute weiter rechts zu stehen als früher und haben offen gegen den FDP-Bundestagskandidaten Friedrich opponiert…

Keim: Vielleicht liegt’s auch daran, dass der linke Flügel immer weiter links steht….

herrsching.online: Also der Flügel hat sich bewegt, nicht Sie?

Keim: Richtig.

herrsching.online: Fast Zeitdokumente sind Ihre Rededuelle mit dem Bürgermeister, inzwischen sprechen Sie auf Insta vom „lieben Christian“.

Keim: Der Christian ist jetzt keiner, den man nicht mag. Ich muss zwischen der Sympathie für jemanden und den politischen Linien eine klare Linie ziehen. Manche finden es übrigens befremdlich, dass wir im Gemeinderat eine Duz-Kultur haben. Das macht die politische Arbeit oft leichter. Und außerdem will man sich nicht sechs Jahre lang nur streiten. Das ist nicht gut fürs Gemüt und für die Seele.

herrsching.online: Unvergessen Ihr „Zeugnis“ für den Gemeinderat in der Corona-Krise: Wir haben alle kollektiv versagt…

Keim: Wir haben damals versagt. Wir haben uns erzählen lassen, dass man in allen Klassenzimmern ausreichend lüften könne und deshalb eine technische Lösung abgelehnt. Wir haben eineinhalb Jahre lang zugeschaut, wie wir die Kinder nur der Maskenpflicht ausgesetzt haben. Das hat mich emotional so angefasst, dass ich mich in den Vorwurf des Versagens eingeschlossen habe.

Auf gar keinen Fall Schulden machen
herrsching.online: Dann reden wir jetzt mal von der Zukunft. Was soll in den nächsten sechs Jahren beim Verkehrskonzept, beim Bau, bei der Geothermie und der Klimaneutralität besser werden?

Keim: Wir kommen von der Wirtschaftlichkeit und den Finanzen her. Eine gewisse Austerität (Sparsamkeit; Red.) in unserem Ausgabeverhalten muss gegeben sein. Wir müssen die Projekte ganzheitlicher planen. Weniger Einzelplanung, mehr Konzept umsetzen.

herrsching.online: Und keine Schulden machen?

Keim: Auf gar keinen Fall Schulden machen. Der Bund macht jetzt ja Schulden, um Geld an die Gemeinden weiterzureichen. Wir sollten im Gemeindehaushalt keine Schulden machen. In der Niedrigzinsphase haben wir wenig Schulden gemacht, jetzt, wo die Zinsen höher sind, machen wir Schulden. Das macht keinen Sinn. Zum Beispiel Bahnhof, wir dürfen nicht vermitteln, dass es sich die Gemeinde jemals leisten kann, den Siegerentwurf des Planer-Wettbewerbs umzusetzen. Aber machen müssen wir was. Wenn der Bahnhof nach weiteren sechs Jahren immer noch so aussieht, muss ich wieder sagen: Wir haben versagt. Vielleicht können wir uns wenigstens einen neuen Anstrich leisten…

herrsching.online: Potemkinsche Dörfer bauen? Wen unterstützen Sie bei der Bürgermeisterwahl?

Keim: Niemanden. Wir wünschen beiden Glück. Es ist gut, dass sich jemand traut, den Amtsinhaber nach 16 Jahren herauszufordern.

herrsching.online: Warum treten Sie nicht noch einmal an?

Keim: Ich habe vor sechs Jahren ein Angebot gemacht, hatte aber mit fünf Prozent der Stimmen ein denkbar schlechtes Ergebnis.

Es wird nicht notwendig sein, irgendwelche Brandmauern hochzuziehen
herrsching.online: Was passiert, wenn die Blauen, manche sagen, die Braunen, in den Gemeinderat einziehen. Wem würde die AfD Stimmen wegnehmen?

Keim: Ich respektiere demokratische Prozesse. Es wird nicht notwendig sein, irgendwelche Brandmauern hochzuziehen. Das ist auf kommunaler Ebene Gift und würde die Blauen noch stärker machen. Wenn die AfD eine Liste aufstellt, gibt es in Herrsching genug Zuspruch. Dann bekommen wir eine andere Debattenkultur. Aber ich vertraue darauf, dass wir es auch da mit Menschen zu tun haben, die im Interesse der Gemeinde handeln, und mit denen man genau so zu einem politischen Kompromiss kommen kann wie mit anderen Fraktionen auch.

herrsching.online: Wem wird die AfD Stimmen wegnehmen?

Keim: Dem rechtskonservativen Lager, also der CSU und uns wahrscheinlich auch.

Konkrete Vorschläge für die Orts- und Verkehrsplanung

Herrsching besticht durch seine außergewöhnliche Lage am Ostufer des Ammersees. Die fortlaufende Bebauung hat jedoch dazu geführt, dass unserem Ort nicht nur ein schönes Ortszentrum fehlt, sondern auch die Verkehrsführung nicht mehr den künftigen Anforderungen genügt, z.B. 10-Minuten Takt der S-Bahn

Personen

Alexander Keim

Unternehmensberater
Kandidat für den Gemeinderat (Listenplatz 1-3)
Ortsvorsitzender
Fraktionssprecher
Gemeinderat und Beauftragter für Digitalisierung, Senioren und Inklusion

Ich bin 47 Jahre und von Beruf Unternehmensberater und in München geboren und aufgewachsen. Ich lebe mit meiner schwedischen Frau Elin und unseren zwei Töchtern seit 2015 in Herrsching. Ich liebe unseren Ort mit seiner Umgebung und schätze vor allem die modernen Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Aus meiner Sicht haben wir vor allem bei der Orts- und Verkehrsplanung und der Ansiedlung von mittelständischen zukunftsfähigen Unternehmen Nachholbedarf. Außerdem fehlen zeitgemäße barrierefreie Einrichtungen für Bildung, Kultur und Sport, ein Tagespflegezentrum und ein Konzept für sanften Tourismus.

In meiner ersten Amtszeit als Gemeinderat habe ich mich vor allem für die Belange von jungen Familien eingesetzt. Auf meine Initiative hin hat die Gemeinde einen fünfstelligen Betrag in die Spielplätze investiert. Ich bin dafür bekannt, nicht immer der Mehrheitsmeinung zu folgen und mich aktiv für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung einzusetzen. 

Leon Graf zu Stolberg-Stolberg

Fachinformatiker in Ausbildung
Kandidat für den Gemeinderat (Listenplatz 4-6)

Ich bin 27 Jahre alt, in Herrsching geboren, aufgewachsen und daheim. Ich möchte dazu beitragen, dass Herrsching auch in Zukunft der weltoffene, lebensfrohe Ort bleibt, den ich kenne und so schätze.

Das aufgeheizte politische Klima, das sich auch bei uns im Ort immer mehr bemerkbar macht, bereitet mir große Sorgen. Daher möchte ich mich ganz persönlich um eine sachliche, lösungsorientierte Politik in unserem Rathaus bemühen. 
Als angehendem Fachinformatiker ist mir die Digitalisierung ein besonderes Anliegen. Ich bin überzeugt: Die meisten Behördengänge könnten heutzutage vollständig digital ablaufen und Gemeinderatssitzungen im Livestream wären ein Gewinn für die Bürgerbeteiligung in der Kommunalpolitik. 
Mit der FDP trete ich für eine Kraft an, die konstruktiv, kritisch und wenn nötig auch unbequem ist. 
 

Martin Piehler

Bildhauer
Kandidat für den Gemeinderat (Listenplatz 7-9)

Seit 1999 selbstständig als Bildhauer, Restaurator und Dozent. 2005 Abschluss `Magister Artium` im Studiengang Philosophie. Seit 2009 Steinbildhauermeister mit beruflichem Schwerpunkt in der Denkmalpflege.

Kulturschaffende haben eine herausragende Aufgabe, die in der gewinnorientierten Welt vernachlässigt ist, - sie hilft jedem, aber im besonderen Maße den Kindern vollständiger, intelligenter und gesünder zu werden, da Kunst, egal welche Richtung, andere Bereiche der geistigen Entwicklung anspricht. Das ist für die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Einzelnen unbezahlbar.

Angeschlossen an einen Kultur- und Bürgersaal im Ortszentrum von Herrsching benötigen Künstler kurzfristig projektbezogen anmietbare Ateliers für Dozenten und Kulturschaffende, sowie geförderte Proberäume für Bildende Kunst, Theater und Musik, um dieser Aufgabe gerecht zu werden und für die Allgemeinheit erreichbar zu sein.

 

Sigrid Piehler

Heilpraktikerin für Psychotherapie
Kandidatin für den Gemeinderat (Listenplatz 10-12)

Künstlerin

Ich setze mich für Hilfe zur Selbsthilfe ein. Herrsching braucht ein Tagespflegehaus, wie es früher in Gilching das Werdon-Haus war. Da die Initiativen des Landkreises noch in den Kinderschuhen stecken, sodass im Moment keine ortsübergreifende Kooperation möglich ist, wäre für Herrsching ein Modell des gemeinnützigen Vereins, wie es die Sozialdienste in Gilching und Germering sind, geeignet. Man könnte versuchen, eine Kooperation mit dem Sozialdienst Gilching einzugehen, der über eine langjährige Erfahrung verfügt. So würde die Entlastung von pflegenden Familienmitgliedern, die ihre Pflegebedürftigen in diesem Haus über Stunden oder über Tags gut versorgt zurücklassen, schnell und zielführend möglich werden.

Oliver Rausch

Student
Kandidat für den Gemeinderat (Listenplatz 13-15)

Oliver Rausch, Jahrgang 2004, ist in Herrsching aufgewachsen und studiert an der LMU Politikwissenschaften und Geschichte. Ehrenamtlich setzt er sich als Vizepräsident und im Bundesvorstand der Jungen Transatlantiker intensiv für die transatlantische Partnerschaft ein. Als Student liegt ihm ein jugendfreundlicheres Herrsching mit liberalen Sperrzeiten am Herzen.

Ursel Wrede

Schatzmeisterin
Rentnerin
Kandidatin für den Gemeinderat (Platz 16-18)

Ursel Wrede war 20 Jahre als Managerin bei Siemens im Anlagenbau im In- und Ausland beschäftigt. Die 69-jährige gebürtige Bremerhavenerin ist seit 2018 im Vorstand von Frauen helfen Frauen e.V. ehrenamtlich engagiert. Durch ihre jahrelange Erfahrung im Energiesektor ist sie äußerst qualifiziert, die FDP bei den dringlichen Fragen zur Energiewende inhaltlich zu unterstützen.

Leonhard Meuffels

Luftwaffenoffizier a.D.
Kandidat für den Gemeinderat (Listenplatz 19-20)
Beisitzer

Als ehem. Ortsvorsitzender und Kandidat für den Gemeinderat in einem diskussionsfreudigen, offenen und toleranten Ortsverband setze ich mich ein für ein sachorientiertes und unbürokratisches Handeln der Verwaltung, ein maßvolles Wachstum, die Renaturierung des Ammersees und die Optimierung des wohnungsnahen Schulangebots. Als ehemaliger Präsident des Tennisvereins schätze ich den integrierenden Wert von Sportvereinen.

Reinhard Lidl

Beisitzer
Rentner
Kandidat für den Gemeinderat (Listenplatz 21-22)

Ich habe als freier Architekt vorwiegend in Herrsching gewirkt - und war auch 18 Jahre als Gemeinderat und Umweltreferent engagiert. Dem Schutz des Ammersees und seiner Ufer fühle ich mich weiterhin verpflichtet.

Martin Schumacher

Beigeordneter a.D.

Nach seiner beruflichen Tätigkeit beim Goethe Institut im In-und Ausland, sowie als kommunaler Wahlbeamter in Oldenburg und Bonn ist Martin Schumacher vor fünf Jahren zusammen mit seiner Frau nach Herrsching zurückgekehrt. Dort haben sie von 1997 bis 2003 zusammen mit ihren vier Kindern gelebt und dabei Herrsching, den See sowie die wunderschöne Umgebung mit einem beeindruckenden Kulturleben und aufgeschlossenen Menschen schätzen gelernt.

Martin möchte sich gerne dafür engagieren, die Aufenthaltsqualität vor allem im Ortszentrum zu verbessern, um attraktive Begegnungsräume für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. 
Zum Zusammenhalt der Gesellschaft beizutragen, ist ihm ein großes Anliegen. 
Er plant derzeit zusammen mit seiner Frau und engagierten Menschen aus Herrsching einen Verein zu gründen, der sich im Bereich der Nachbarschaftshilfe für Jung und Alt einsetzen möchte.

Kontakt

info@fdp-herrsching.de

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c/o Alexander Keim
Dekan-Wenzl-Weg 25a
82211 Herrsching am Ammersee
Deutschland

Telefon:
015123000209